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awh bruck bergstraße

gutachterverfahren:
1. preis 2002

bauherr:
stadtgemeinde bruck/mur
 
planung /
ausführung:
2002-2005

bearbeiter:
friedl / pfeifer / schilcher
 
wohneinheiten:
37 + 9 we
 
fotos:
eder

in theorie und funktion folgt dieses projekt auf grund seiner zentralen lage dem projekt servicehaus liezen (vgl. projekt-nr.45). das planungsgebiet ist umgeben von hochgeschossigen punkthäusern und von hofbebauungen. das grundstück fällt von nord nach süd.

laut wettbewerbsausschreibung war das gebiet in zwei bereiche zu teilen. auf abschnitt a war das servicehaus zu planen, auf abschnitt b sollte eine städtebaulich prägnante bebauung mit den funktionen wohnen und arbeiten sowie mit infrastrukturellen einrichtungen vorgeschlagen werden.  das quartier sollte eine kommunikativ wirksame platzbildung erhalten.

im sinne der ensemble-wirkung wurde das servicehaus auf abschnitt a als lineares element normal zum hang gestellt, der viergeschossige baukörper ist im süden fünfgeschossig.

die erschließung erfolgt von der bergstraße aus.

der normal zum baukörper gelegte fußgängerzugang führt durch den transparent gehaltenen haupterschließungsbereich des hauses in den großzügigen, im westen vorgelagerten grünbereich. er führt zuerst auf einen teils überdachten platz als allgemeinen treff, der mit dem quartiersplatz im gebiet b verbunden ist, und im weiteren auf einen ein geschoss tiefer gelegenen sitzbereich,  der barrierefrei auch vom erdgeschoss des fünfgeschossigen baukörperteils erreichbar ist.

alle auch in diesem projekt koppelbaren kleinwohnungen sind überwiegend auf senioren ausgerichtet und mit vorgelagerten freiflächen nach westen hin zum park orientiert. an den ostseitig gelegenen laubengang, der im zweiten obergeschoss das haus mit planungsgebiet b verbindet, werden zwei parallel zur bergstraße gedrehte baukörper angekoppelt. der den haupteingang überdeckende schafft einen kommunikativen bereich, in den zweiten wurden nach süden orientierte wohnungen gelegt.

durch diese beiden elemente wird dem baukörper straßenseitig eine spannende gliederung gegeben und dem laubengang weitgehend die gangwirkung genommen.

im planungsgebiet b bezieht der achtgeschossige angelpunkt mit den funktionen wohnen und arbeiten im kontext mit den weiteren planungsmaßnamen das gesamte ensemble in die umgebung ein und gibt ihm städtebauliche bedeutung.in die zweigeschossige aufständerung des punkthauses wird ein von nord-ost nach süd-west gerichteter und zum quartiersplatz hin transparent gehaltener zweigeschossiger baukörper hinein geschoben, der für infrastrukturelle einrichtungen vorgesehen ist.

durch diese konzeption ist der dort geschaffene quartiersplatz zur bergstraße hin offen.

das projekt servicehaus befindet sich in bau, es wurde im süden um neun wohneinheiten verlängert, gebiet b ist in planung.

2018  architekturbüro tschom univ. prof. architekt di dr. techn