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büro & wohnen augarten nord, graz

wettbewerb:
2006

mitarbeiter:
pfeifer / schilcher

visualisierung:
schierl

modell:
klammer

der bauplatz ist definiert durch eine 4-geschossige gründerzeitbebauung entlang der

friedrichgasse, eine nördlich der stark frequentierten grazbachgasse gelegene großvolumige heterogene bebauung, das kindermuseum „frieda und fred“ im süden sowie durch die mur- und parklandschaft im süden und westen.

auf diese situation wird mit einem klar strukturierten, entsprechend der städtebaulichen vorgabe, l- förmigen baukörper reagiert, der deutlich in eine äußere = straßenseitige und eine innere = parkseitige zone geteilt ist.

die baukörperhöhe steigt,  wie  vorgegeben  von süden nach norden und weiter nach westen stufenartig an und erreicht seine größte höhe (acht geschoße) im westlichen „kopfbereich“.

der straßenseitigen zone mit überwiegend büro- und geschäftsnutzung wird bewusst in hinblick auf die umliegende bebauung und vermarktung eine glatte und repräsentative glasfassade gegeben. die höhenentwicklung und die städtebauliche konfrontation mit der umgebung  werden  metapherartig in form einer „organisch-linearen“ punktrasterbedruckung des glases in die fassade übernommen, wobei sich die struktur bei notwendiger transparenz von niedrig bis hoch immer mehr verdichtet. dadurch erhält die fassade die beabsichtigte flächigkeit und dynamik bis hin zum höchsten bauteil im westen.

da dieser teil der bebauung nur ein geschoss höher als der nach osten anschließende bauteil  inkl. penthaus ist, erscheint es nicht sinnvoll an dieser stelle den ansatz eines „turmes“ zu verfolgen, wohl aber die städtebauliche bedeutung zu betonen. die gewählte äußere fassaden- u.  körperstruktur verleiht diesem punkt  städtebauliche besonderheit, verstärkt wird dieser ansatz noch durch das über  eck geklappte weitergeführte fassadenbild.

die durchlässigkeit ins gebäude und zur gartenseite (durchblick augarten) ist durch eine „über-ecköffnung“ in platzform, unter bedachtnahme auf den schallschutz, ermöglicht.

die übergänge zur gartenzone im eg werden bestimmt von vorgelagerten gedeckten terrassenflächen.funktional gliedert sich der hofbereich in einen ausgewiesenen kiga-freibereich  und bewohnerzugänglichen sitz- und spielzonen im süden und südwesten, welche über einen weg verbunden sind.die parkierung erfolgt zur gänze in einer 2-geschossigen tiefgarage mit zu- und abfahrt an vorgegebener stelle. es können bei gut orientierbarer und klarer aufstellungsstruktur 206 pkw in 4 brandabschnitten untergebracht werden.

2018  architekturbüro tschom univ. prof. architekt di dr. techn