logotype

ska rz st. radegund


NW-Ansicht


NO-Ansicht


SO-Ansicht


SW-Ansicht

wettbewerb:
1. platz 2005

betten:
143 be

mitarbeiter:
pfeifer / steininger / till

visualisierung:
schierl

modell:
klammer

152 ska 9

 

architektur hat für jede gestellte aufgabe bestmöglich
auf städtebauliche, funktionelle, klimatische und
wirtschaftliche gegebenheiten zu reagieren.

a b e r   a r c h i t e k t u r   i s t   m e h r !

architektur heißt räume bilden - außenräume gleichermaßen wie innenräume. räume können entsprechend ihrer ausformulierung das verhalten des benutzers positiv oder auch negativ beeinflussen.
architektur hat in allen bereichen auf den zeitgeist und die neuesten erkenntnisse zu reagieren und sie hat die logisch-rationalen bedürfnisse des menschen, der zeit entsprechend, abzudecken.
architektur hat aber auch die bedürfnisse aus dem unterbewußtsein des menschen abzudecken - die meisten unserer empfindungen und handlungen haben dort ihren ursprung.  
für alle aufgaben der architektur sind diese erkenntnisse im sinne des benutzers wesentlich, für das wohnen jeglicher art ganz besonders.

die hier gestellte aufgabe ist arbeiten und temporäres wohnen, temporäres wohnen aber nicht für gesunde, sondern für kranke menschen. der kranke mensch ist auf alle diese einflüsse noch sensibilisierter, daher wurde beim entwurf dieses gebäudes neben allen anderen faktoren darauf im besonderen eingegangen.

die hier gestellte aufgabe ist arbeiten und temporäres wohnen, temporäres wohnen aber nicht für gesunde, sondern für kranke menschen. der kranke mensch ist auf alle diese einflüsse noch sensibilisierter, daher wurde beim entwurf dieses gebäudes neben allen anderen faktoren darauf im besonderen eingegangen.
die hier gestellte aufgabe ist arbeiten und temporäres wohnen, temporäres wohnen aber nicht für gesunde, sondern für kranke menschen. der kranke mensch ist auf alle diese einflüsse noch sensibilisierter, daher wurde beim entwurf dieses gebäudes neben allen anderen faktoren darauf im besonderen eingegangen.

es wurde versucht auf die städtebaulichen, funktionellen, klimatischen und wirtschaftlichen gegebenheiten, sowie auf die logisch-rationalen bedürfnisse des menschen folgendermaßen einzugehen:

-sensible einfügung in den landschaftsraum sowie möglichst wenig landschaftsraum zu   „besetzen“, sowohl durch das gebäude, als auch durch den verkehr, dies auch hinsichtlich der lärmbelästigung
-interessante gestaltung der außenräume mit anregung sowohl zum verweilen, als auch zu aktivitäten
-konzeption entsprechend der umgebung so, dass von allen bereichen aus, auch von den erschließungsbereichen ausblicke in den landschaftsraum gegeben sind, vor allem nach süden, südwesten und südosten, aber auch nach norden auf den schöckl
-berücksichtigung der hauptwindrichtung – schöcklwinde
-hinsichtlich funktioneller faktoren: kompakte und klare strukturierung des baukörpers, gute orientierung und übersichtlichkeit, kurze wege für das personal, großzügige wartebereiche, klare funktionelle gliederung  der einzelne  funktionsbereiche, größtmögliche flexibilität der objektnutzung sowie der installationsführung,  gute erweiterbarkeit nach nordost
-vermeidung einer krankenhausatmosphäre, speziell in den vier zimmergeschoßen. das haus wird eher interpretiert als hotel mir sanatorium und krankenhausfunktionen. freundliche und helle atmosphäre mit viel tageslicht in allen bereichen, auch in den erschließungsbereichen (therapeutischer effekt, basale stimulation)
-aus wirtschaftlichen überlegungen klare statische grundstruktur, möglichst geringe betriebskosten, möglichst witterungsbeständige, erhaltungsfreundliche, wartungsfreie und wenig fehleranfällige fassadenkonstruktionen

konstruktive gestaltungsqualität

der viergeschossige bettenbaukörper liegt, leicht abgesetzt, auf dem basisbaukörper; dieser ist in seiner rechteckigen grundform (30 x 105 m), über alle geschoße gleich, bestimmt durch die gewählte dreihüftigkeit (optimaler orientierung - bereichstrennung -  erweiterbarkeit). an diese primärstruktur sind im norden zwei nebenbaukörper angedockt. einer – dreigeschoßig – (im eingangsbereich) ist eingeschoßig aufgeständert und bildet einen großzügigen, überdeckten vorplatz mit vorfahrt; der andere – zweigeschossig - schirmt den personaleingang und die  rettungsvorfahrt vom haupteingang ab.

im südwesten greift ein dreigeschossiger baukörper in das gelände hinaus. dadurch wird im erdgeschoß ein äußerst spannendes raumkontinuum von halle buffet mit besucheraufenthaltsraum, patientenspeisesaal und terrasse erzeugt - alle bereiche mit herrlichem ausblick. in diesem körper liegt im ersten untergeschoß  der naßbereich mit schwimmbad, mit angeschlossener liegeterrasse und liegewiese.

ein weiterer bauteil, der die ordinationen beherbergt, ragt im südosten aus der primärstruktur im erdgeschoß hinaus. er überdeckt den vorbereich zum turnsaal und ermöglicht eine bettenterrasse im ersten obergeschoß.

optimierungspotential hinsichtlich ausbaukonzeption

zukunftorientiertes bauen heißt die struktur auf flexibilität auszurichten. zum erreichen  größtmöglicher flexibilität der objektnutzung und der installationsführung sowie im hinblick auf einen mögliche erweiterung wird dem projekt eine west- ost gerichtete dreihüftige primärstruktur, die in nord- südrichtung sekundär ergänzbar ist, zugrunde gelegt.
durch diesen ansatz sind in die mittelzone alle vertikalen versorgungsschächte und nebenräume integrierbar, in den parallel dazu verlaufenden erschließungszonen können optimal zur versorgung der beiden außenzonen, die haustechnik und elektroinstallationsstränge geführt werden. für eine mögliche erweiterung nach osten ist dieses system additiv fortzusetzen.
die geschoßdecken sind als unterzugsfreie, auf stützen punktgelagerte stahlbeton- massivdecken mit einer stärke von ca. 30 cm ausgebildet. sämtliche zwischenwände sind als leichtbauwände geplant. dadurch können spätere umbauten bzw. veränderungen innerhalb der funktionszonen wirtschaftlich realisiert werden. auf den erforderlichen schall- und brandschutz wird durch anwendung industrieller, bewährter details geachtet.

gestaltung der außenhülle

in der gestaltung der außenhülle werden zwei primäre ansätze verfolgt. zum einen sollten die basisgeschoße metapherngleich in struktur und farbgebung „herabgestürzten schöcklfels und kristalle“, die bettengeschoße hingegen den charakter „sehr hell“ und über der basis „schwebend“ vermitteln. die horizontale schichtung der fensterbänder und verkleidungen sollten das in „der landschaft liegende“ vermitteln und noch verstärken.

gestaltung der innenräume

der entwurf zielt in seiner gesamtstruktur darauf ab, den patienten schwellenängste zu nehmen, den krankenhauscharakter möglichst zurückzunehmen und den hotelcharakter zu stärken, also den patienten therapeutisch durch eine positive architekturaussage zu unterstützen.
der erste eindruck ist dabei von besonderer bedeutung. daher wurde der gesamte eingangsbereich im hohen maße auf eine positive basale stimulation. schon beim betreten des hauses wird dem benützer eine freundliche und helle atmosphäre vermittelt - großzügigkeit, übersichtlichkeit, gute orientierung und weite blicke in die landschaft,  verstärkt durch partielle zweigeschossigkeit der halle.

2018  architekturbüro tschom univ. prof. architekt di dr. techn