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wa sandgasse "future housing"

direktauftrag

bauherr:
schönere zukunft steiermark (SZS)

planung /
ausführung:
2001-2005

wohneinheiten:
60 we + servicezone

bearbeiter:
schilcher / pfeifer  / sametinger

fotos:
kramer / schilcher

das projekt graz-sandgasse ist ein weiteres forschungsprojekt für neue europäische wohnformen das im rahmen des wohnbaulabors (vergl. leechgasse), von meinen büro und unterstützt durch die wohnbauforschung des landes steiermark realisiert wird. baubeginn: sommer 2004.

das projekt sandgasse basiert auf den kenntnissen der eigenen forschungsarbeiten und denen des 1. grazer wohnbaukongresses, es versucht in seinem ansatz auf alle gesellschaftsstrukturellen veränderungen, hervorgerufen durch die flexibilitätsrevolution, einzugehen.

in seiner grundkonzeption geht das projekt weg vom gedanken ein haus oder eine siedlung zu errichten, lediglich strukturen, primäre und sekundäre definieren den rahmen in dem sich die ereignisse entwickeln können. die strukturen sind katalysator für urbanität, horizontal und vertikal durchsetzt mit den verschiedensten funktionen und freiräumen, sie werden letztlich durch den benutzer gefüllt.

auf dem schmalen, in nord-süd richtung lang gestrecktem grundstück, wird eine 5-geschossige struktur konzipiert, die den funktionsflächen westorientierung bzw. in den fünf ein- und zweigeschossig aufgeständerten seitenteilen südorientierung gibt. mit diesem ansatz wird auch auf die umgebung reagiert.

das erdgeschoss ist im bereich des eingeschossig eingeschobenen servicekörpers als urbane zone ausgelegt und geht im weiteren in eine semiurbane über. die erschließungsstraßen mit den den funktionsflächen vorgelagerten vorgärten halten die strukturen zusammen und sind als kommunikative zonen konzipiert. an diese angekoppelt werden die einzelnen module, horizontal und vertikal verbindbar, in die primärstruktur gelegt. die gesamten funktionsflächen sind stützenfrei, damit ist in der addition der module  von der klassischen wohnung, jedoch mit nutzungsneutralen räumen, bis zum freien loft jegliche variante gegeben.

jedes modul hat ein eingangselement und ist mit einem eigenen versorgungsstrang ausgestattet. dadurch wird der jederzeitige umbau eines moduls, je nach bedarf und benützerstruktur ermöglicht.

der raumzone vorgeschalten ist ein freiausbaubarer fassadenraum, jeder modul ist auch von dieser zone aus zugänglich. die serviceleistungen für den alltag und die im sozialen bereich werden durch das sbz st. leonhard und geidorf übernommen.

in dieser inhaltlichkeit ist das projekt als ein österreich- und europaweites pilotprojekt anzusehen. das projekt wurde mit ausnahme des durchgehenden ausbaubarem fassadenraumes, entsprechend dem konzept, realisiert.

2018  architekturbüro tschom univ. prof. architekt di dr. techn