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wettbewerb zentrum für erd- und biowissenschaften - graz

wettbewerb:
2.stufe 2000

mitarbeiter:
sametinger /
stocker

visualisierung:
schierl

universitäten sind öffentlich, lehrveranstaltungen allen zugänglich.
daher sollte sich eine universität generell, also auch in hinsicht einer künftig notwendigen permanenten wissenserweiterung nach außen öffnen. nicht nur geistig sondern auch visuell; vorherrschende schwellenängste sind abzuwenden.

wir stehen am beginn der medialen revolution.
die welt und unser leben wird immer stärker vernetzt. je grösser diese vernetzung, desto wichtiger und notwendiger wird in sozialer hinsicht die analoge kommunikation.
architektur hat sich diesen veränderungen zu stellen. nur wirtschaftliche, funktionelle und ästhetische ansprüche genügen nicht; speziell nicht bei bauten und strukturen die hinsichtlich forschung und lehre brennpunkte der weltweiten medialen vernetzung geworden sind.
ziel dieses entwurfes war es daher eine urbane struktur im ursprünglichen und übertragenen sinn, bezogen auf das gesamte grundstück, zu schaffen.

urban in der ursprünglichen bedeutung heißt weltoffen;
die bürger einer stadt waren weltoffen, daher im übertragenen sinn urban, städtisch, kommunikativ. offenheit und kommunikative vernetzung, medial und analog sind neben allen anderen anforderungen grundlage der architektonischen konzeption.
das campusgebäude öffnet sich dort wo es möglich ist, vor allem zur humboltstrasse hin in seiner gesamten länge, zur mozartgasse und zum park.
die möglichkeit zur völligen offenheit ist auch innerhalb des gebäudes gegeben es ist durchzogen mit einem kommunikativen und interaktiven netz von wegen und plätzen.

der park ist als zweidimensionale ergänzung des hauses konzipiert, medial und kommunikativ zum außenbereich orientiert. interaktionsflächen und medialstreifen durchziehen den aussenraum, der baumbestand als integraler, analoger bestandteil des kommunikationsnetz.
eine solchermaßen zwei- und dreidimensionale struktur der weltoffenheit und kommunikation sollte zu einer bereicherung des regen universitären lebens in graz und ein wesentlicher punkt im medialen und analogen netz werden.

2018  architekturbüro tschom univ. prof. architekt di dr. techn