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wohnanlage "gösting-süd" peter-tunnerstr. - graz

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wettbewerb:
1. preis 1981

bauherr:
buwog

bearbeiter:
conrad

planung /
ausführung:
arge tschom /
schifko

fotos:
tschom

das planungsareal ist von stark befahrenen straßen begrenzt und liegt im osten ein halbes geschoss unter straßenniveau. im westen sind durch den plabutsch besonnungs-beeinträchtigungen gegeben.

auf diesem grundstück sollte eine groß-wohnanlage für bundesbedienstete entstehen. auf grund dieser beeinträchtigungen schrieb das amt der grazer stadtplanung dem bauträger einen österreichweiten wettbewerb mit zehn geladenen büros vor, dieser war 1980 der erste wohnbauwettbewerb in der steiermark. mein büro konnte diesen wettbewerb mit einem bebauungsvorschlag, der eine 4-geschossige randbebauung mit dem geländesprung angepassten split-level schallschutztypen, sowie eine schallschutzbebauung entlang der peter-tunner-straße vorsah, für sich entscheiden. das konzept sah weiters  großzügige ruhige und stark durchgrünte innenhöfe vor.

im bauteil nord war an der peter-tunner-straße mit lärm von süden eine atrium-bebauung zur lärmabschirmung geplant. ein durchgehender kommunikationsstrang sollte den bauteil nord mit einer fußgängerbrücke mit dem bauteil süd verbinden. an diesem gelenk war im bauteil nord eine servicezone für arbeiten im wohngebiet und für soziale einrichtungen,  vorgesehen. im bauteil süd sollte erdgeschossig an der peter-tunner-straße eine servicezone des täglichen bedarfs integriert werden.

die wesentlichen ergebnisse der beiden forschungsarbeiten: räumliche spannung durch übersetzen der raumprinzipien der toskanischen stadtbauordnung, sowie das übersetzen von einfamilienhauselementen in den geschossbau,  schwellenbereich = vorgarten, weiters wohnen für alle, sowie die thematik wohnen und arbeiten wurden in den wettbewerbsentwurf eingebracht.

die meisten dieser erkenntnisse stießen beim bauträger vorerst auf wenig verständnis. nach schwierigen verhandlungen konnten zumindest die städtebauliche grundkonzeption, die servicezone für soziale dienste und für wohnungsnahes arbeiten, auch die für den täglichen bedarf, sowie die verbindungsbrücke im kommunikationsstrang realisiert werden.

die vorgeschlagene haus- und wohnungstypologie und damit das architektonische erscheinungsbild, sowie die erschließungstypologie wurden bedauerlicherweise nicht umgesetzt. durch starke durchgrünung, räumliche spannung und gute ausstattung mit infrastruktur konnte jedoch ein wirtliches wohnmilieu geschaffen werden. nach 15-jähriger bauzeit wurde das projekt fertiggestellt.

 

2018  architekturbüro tschom univ. prof. architekt di dr. techn