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wohnanlage judendorf 2

wettbewerb:
1. preis 1996

bauherr:
sg rottenmann
 
planung /
ausführung:
1999-2000

bearbeiter:
pfeifer / conrad / egger

wohneinheiten:
34 we

ziel des entwurfes war es, dem gebiet bei eingehen auf die spezifische situation und die eher amorphe umgebung des planungsgebietes, identität und eigenständigkeit zu geben.

auf die spezifischen situationen des planungsgebietes wurde folgendermaßen reagiert:

bewusste situierung der wohnbebauung im von den schallemissionen am geringsten beeinträchtigten teil des grundstückes.

entsprechend der eher ländlichen situation wird diese wohnbebauung zwar als geschossbau ausgebildet jedoch versehen mit starken einfamilienhauselementen, sowohl die erschließung als auch das private grün betreffend. während die wohnbebauung im inneren nur privates grün - fast alle wohneinheiten haben zusätzlich zur freifläche auch einen privaten garten - hat, wird sie im süden und westen durch einen stark baumbepflanzten grüngürtel einerseits ins grün eingebettet, andererseits besser, von den lärmemissionen abgeschirmt.

situierung der notwendigen überdachten pkw-abstellplätze direkt an die schallquelle als "niederen schallschirm" - je weiter der schallschirm von der schallquelle entfernt ist desto höher müsste er sein - dadurch auch erzeugung eines dem gebietscharakter entsprechendem eher kleinteiligen straßenzuges. eine weitere abschirmung des lärms vor allem psychologisch wird durch das dazwischenschieben eines stark baumbepflanzten grünangers zwischen wohnbebauung und parkierung erreicht.

öffnen des sichtwinkels. bei der westeinfahrt der plankenwartherstraße durch zurücksetzen der bebauung, damit der blick auf die villen im osten und das merkzeichen von judendorf - straßengel, die wallfahrtskirche, frei bleibt.

die wohnungen sind überwiegend süd-west orientiert und auch nord-ost durchgebunden, die höfe sind süd-west höfe; die gesamte wohnanlage wurde jedoch so konzipiert, daß sie sich psychologisch zum ort hin öffnet, sowohl in bezug auf die höhenversetzung als auch auf die ausbildung des grünangers.

2018  architekturbüro tschom univ. prof. architekt di dr. techn