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wohnanlage leoben, salzlände

wettbewerb:
1. preis / 2009

bauträger:
sg rottenmann

planung /
ausführung:
derzeit in bau

wohneinheiten:
51 we

mitarbeiter:
schilcher / pfeifer

visualisierung:
schierl

städtebauliches konzept

das wettbewerbsgrundstück ist durch die anbindung über einen fußgängersteg sehr zentral, am südwestlichen rand des stadtteils judendorf, unmittelbar an der murbiegung gelegen. durch die ausbildung der salzlände als sackgasse in diesem bereich ist keine lärmbelästigung zu erwarten.

geplant sind insgesamt 51 wohneinheiten, teilbar in zwei bauabschnitte - wobei die dichte von 1,4 ausgeschöpft wird. das städtebauliche grundkonzept sieht in reaktion auf die besondere lage, eine sich nach südwesten zur mur öffnende, von 6-2 geschoßen abgestufte bebauung, vor.
die baukörperstruktur, gebildet von 4 in beziehung stehenden  bauteilen, definiert eine räumliche eigenständigkeit und prägnanz im kontrast zur punktbebauung im umfeld. sie verknüpft die wohn- und spielhöfe mit einem netz aus fußwegen und kommunikationsplätzen, und schafft eine qualitätvolle gliederung der außenräume für private und gemeinschaftliche funktionsbereiche (privatgärten – spiel/kommunikationszonen -  besucherparkierung).
für die verkehrserschließung werden 2 hauptanbindungen vorgesehen, zum einen für die bewohnertiefgarage und zum anderen für die besucherabstellplätze.

baukörperstruktur und wohnungstypologie

die gebäude sind als kompakte (9,00m breite) klar ausformulierte massivbaukörper mit 2-6 geschoßen und geschlossenen stiegen-häusern konzipiert, welche im eg großteils durchgängig sind.
die wohnungsgrößen sind entsprechend dem geforderten wohnungsschlüssel verteilt, wobei in den obersten geschoßen meist größere wohneinheiten, 5 penthäuser mit zugeordneten dachterrassen, situiert sind.

alle stiegenhäuser werden unmittelbar an die tiefgarage und den keller angebunden, und verfügen über aufzüge,wodurch alle einheiten barrierefrei erschlossen werden können.  die gesamte bebauung ist auf eine mögliche teilung in 2 bauabschnitte ausgelegt.
die wohnungen sind so konzipiert, dass raumzonen frei unterteilbar und bei verzicht des wohnraumes zugunsten eines individualraumes der großzügige essbereich als familien- kommunikationsbereich dienen kann. die hauptgrundrisstypen verfügen über eine durchgebundene wohn-esszone.

sämtliche wohnungen benötigen nur einen sanitärschacht, alle bäder und küchen haben natürliche belichtung und belüftung, allen wohnungen sind großzügige überdachte (dach)terrassen, balkone, sowie gärten, zugeordnet. in den erdgeschoß-zugangsbereichen sind die fahrrad / kinderwagenräumeund flächen für müll situiert.

ökologie und wirtschaftlichkeit

entsprechend den richtlinien der ökologischen wohnbauförderung werden die muss-kriterien  unbedingt erfüllt. für die anzahl der erreichbaren ökopunkte ist in abstimmung mit bauherrenvorgaben und wirtschaftlicher machbarkeit  ein maximum anzustreben.als dachform sind begrünte flachdächer vorgesehen.eine solare warmwasserbereitung ist durch anschluss an die fernwärme nicht vorgesehen.  mögliche faktoren der wirtschaftlichkeit

    - eine kompakte baukörperstruktur    (a/v verhältnis von 2,3)
    - überwiegend südost – südwest gerichtete gebäude
    - gute wärmedämmwerte
    - passive solarnutzung durch optimale fensterflächenverteilung
    - kompakte nassgruppen -  nur ein sanitärschacht
    - möglichst gleiche wohnungstypen übereinander

ein statisch wirtschaftliches grundsystem und  klar  strukturierte grundrisslösungen sollten eine hohe nutzerflexibilität, eine kostengünstige errichtung und geringe betriebskosten gewährleisten.

2018  architekturbüro tschom univ. prof. architekt di dr. techn